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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Berichte aus aller Welt
Elfen-Engel Offline

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Beiträge: 97

24.05.2009 11:27
Koma-Saufen antworten
Berlin.
Mehr als 23 000 Kinder wurden im Jahr 2007 teils bewusstlos betrunken ins Krankenhaus gebracht
- so viele wie nie zuvor, sagte die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) am Montag in Berlin bei der Vorstellung des neuen Drogenberichts.
Mehr als 20 Prozent der Minderjährigen seien 2008 mindestens einmal pro Monat betrunken gewesen, berichtete Bätzing.
Fast jeder zehnte Jugendliche konsumiere riskant oder gefährlich viel Alkohol. Trotzdem liegen geplante nationale Aktionsprogramme gegen Alkohol und Tabak wegen Streits in der Koalition auf Eis, kritisierte Bätzing.


* Mehr Schutz für Jugendliche
* Bündnis gegen Koma-Trinken
* Süchtig mit 14 - die erschreckende Drogenbilanz

Sie warf der Union eine Blockade aus wahlkampftaktischen Gründen vor. „Das ist nicht zu begreifen“, sagte die SPD-Politikerin.
Sie warf Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) eine Kehrtwende auch aus Rücksicht vor Wirtschaftsinteressen vor.
Dabei seien die Pläne bereits abgestimmt gewesen, und es habe es nach langen Verhandlungen Kompromisse gegeben. So sei der Prüfauftrag weggefallen, die Promillegrenze für Alkohol am Steuer auf 0,3 zu senken. „Wir wollen den Kompromiss“, sagte Bätzing.
Von Unionsseite habe es aber „nur das platte Nein gegeben“. Dabei sei nachgewiesen, dass vorgeschlagene Maßnahmen wie das Verbot von Plakataußenwerbung nützlich seien.
Bätzing forderte ein härteres Durchgreifen bei Alkoholkontrollen von Jugendlichen, aber kein schärferes Gesetz.

Unter dem Strich sei bei Alkohol, Tabak und Cannabis das Ziel, die Konsum-Quoten bei Jugendlichen teils deutlich zu senken, erreicht worden, sagte die Drogenbeauftragte.
So hätten 2001 noch 28 Prozent der Minderjährigen geraucht, während es 2008 nur noch 15,4 Prozent gewesen seien. Beim Alkohol sank der Wert in diesem Zeitraum von 21,2 auf 17,4 Prozent. Zu Cannabis griffen noch 2,3 Prozent der 12- bis 17-Jährigen nach 3 Prozent 2001. “Diese Erfolge sind Verpflichtung zugleich“, sagte Bätzing. Je geringer die Zahl der Konsumenten sei, desto geringer falle die Zahl der langjährigen Folgeerkrankungen aus.

Bätzing zeigte sich besorgt über Internet-Sucht. 3 bis 7 Prozent der Internetnutzer gelten nach ihren Angaben bundesweit als abhängig. Sie widmeten sich 10 bis 18 Stunden lang pro Tag dem Chatten oder Computerspielen. Die Drogenbeauftragte bekräftigte, dass den Behörden immer mehr Konsumenten harter Drogen erstmals auffielen. Hier habe es im vergangenen Jahr einen dreiprozentigen Anstieg auf rund 19 200 Menschen gegeben. Allerdings bewege sich der Konsum von Amphetaminen, Ecstasy und LSD auf einem stabilen niedrigen Niveau. Die Zahl der Drogentoten stieg im vergangenen Jahr auf 1449. Bätzing forderte mehr Aufklärung und Hilfe. Nach dreieinhalb Jahren als Bundesdrogenbeauftragte zog die SPD-Politikerin eine positive Bilanz.

abendblatt.de/dpa

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Elfen-Engel Offline

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Beiträge: 97

24.05.2009 11:30
#2 RE: Koma-Saufen antworten

Koma-Saufen bleibt unter Jugendlichen in Mode

Von Christina Jäger 4. Mai 2009, 17:25 Uhr

Fast zehn Millionen Deutsche trinken Alkohol in riskanter Form. Die Tendenz beim Konsum ist leicht rückläufig. International aber liegt Deutschland vorn.

Berlin. Eine gute Entwicklung, aber noch kein Grund zur Entwarnung: So lassen sich die Ergebnisse des jüngsten Drogen- und Suchtberichts der Bundesregierung zusammenfassen. Denn Koma-Saufen gehört bei vielen Jugendlichen in Deutschland immer noch dazu. Trauriger Rekord: Mehr als 23 000 Kinder wurden 2008 teils bis zur Bewusstlosigkeit betrunken ins Krankenhaus gebracht. Mehr als 20 Prozent der Minderjährigen waren mindestens einmal im Monat betrunken, sagte die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD). 2007 waren es 25 Prozent gewesen.

* Komasaufen: 18 000 Jugendliche in der Klinik
* Regierung startet Projekt gegen "Komasaufen"
* Berliner Schüler ringt seit zwei Wochen mit Tod

Unter dem Strich sei bei Alkohol, Tabak und Cannabis zwar das festgelegte Ziel erreicht worden, die Konsum-Quoten bei Jugendlichen zu senken. So hätten 2001 noch 28 Prozent der Minderjährigen geraucht - 2008 seien es nur noch 15,4 Prozent gewesen. Beim Alkohol sank der Wert von 21,2 auf 17,4 Prozent. Zu Cannabis griffen noch 2,3 Prozent der Jugendlichen. Allerdings beruhen alle diese Zahlen auf Telefonumfragen, sodass deren Aussagekraft als fraglich gilt. Inzwischen habe man Experten zu Rate gezogen, "um zu prüfen, ob die Methode noch zeitgemäß ist", sagte ein Sprecher Bätzings.

Weitere Ergebnisse des Berichts: In Deutschland trinken fast zehn Millionen Menschen Alkohol in riskanter Form. Zehn Liter reiner Alkohol nimmt ein Bundesbürger pro Jahr durchschnittlich zu sich. Rund 1,3 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig. Die Tendenz beim Alkoholkonsum ist zwar leicht rückläufig. Deutschland liegt aber nach Angaben aus dem Drogenbericht im internationalen Vergleich weiter unter den Top Ten. Die Zahl der Drogentoten stieg im Jahr 2008 auf 1449 Menschen. Bätzing sprach sich angesichts der hohen Zahl vor allem älterer Opfer erneut dafür aus, Schwerstabhängige mit künstlichem Heroin zu versorgen. Alles andere wäre "ethisch wie christlich verwerflich". Sie unterstützt einen entsprechenden Gruppenantrag von SPD-Abgeordneten, Grünen, FDP und Linken. Bei dem Thema ist der Koalitionspartner Union bisher konträrer Meinung.

Bätzing kritisierte die Union wegen der Ablehnung der Aktionsprogramme zur Tabak- und Alkoholprävention. Jedes einzelne Element der Pläne sei abgestimmt worden. Änderungswünsche wurden aufgenommen: Die ursprünglichen Vorschläge des Nationalen Drogen- und Suchtrates nach einer Promillegrenze im Autoverkehr von 0,2 und einem Alkoholverbot an Tankstellen waren im aktuellen Entwurf nicht mehr enthalten. Die Wirkung höherer Steuern bei Bier und Wein auf den Konsum sollte nur noch geprüft werden. Trotzdem stellten sich die Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) und Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) nun gegen das Vorhaben - aus Wahlkampf-Gründen, so die SPD-Politikerin.

Dem widersprach ein Sprecher der Familienministerin: Viele Teile der Aktionsprogramme hätten "lediglich prüfenden und empfehlenden Charakter". Außerdem seien sie mit den Beteiligten nicht ausreichend abgestimmt. "Das reicht qualitativ für eine nationale Initiative der Bundesregierung nicht aus." Dennoch will die Drogenbeauftragte nicht aufgeben, ehe die Legislaturperiode im Herbst vorbei ist: "Wir werden nochmals mit dem Koalitionspartner Gespräche führen."

Für die Zukunft sieht Bätzing eine neue Krankheit als Gefahr: die Online-Sucht. Bis zu sieben Prozent der Bundesbürger sollen abhängig sein von Internet und Computer-Spielen. Sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Eltern sei es wichtig, die Medienkompetenz zu stärken, urteilte die Politikerin.

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